Im Sozialen Zentrum leben Menschen aller Altersstufen - das Altersspektrum reicht von 2 Tage jung bis 90 Jahre alt. Auf dieser Seite möchte ich ein wenig über die Menschen, ihre Schicksale, ihre Lebensumstände und unsere Arbeit mit ihnen erzählen.
Die Babys
Dem Sozialen Zentrum werden regelmäßig Babys vor die Tür gelegt, meist kaum älter als ein paar Tage noch mit Nabelschnur, Gelbfieber und was sie sonst noch haben, bzw. ihnen fehlt. In der Regel sind es Mädchen, die von den Eltern oder der Familie nicht gewollt werden wegen ihres Geschlechtes oder einer Krankheit/Missbildung. Wir Freiwilligen treffen die Mütter zwar nie persönlich, aber uns wird erzählt, dass sie unter schrecklichen Umständen leben und das Kind gebären mussten. Die Babys erwartet nach wenigen Monaten des Aufpäppelns und der Pflege eine neue Familie, denn die Säuglinge werden nach Frankreich adoptiert.
Die Kleinen
Damit meine ich die Waisen, die noch nicht alt oder geistig weit genug sind, um ohne erwachsene Aufsichtsperson zu schlafen, essen, etc. Sie sind im gleichen Gebäude wie die Babys, welche aber in einem Nebenraum sind, und gehen tagsüber in den Physio-Raum (Phục Hồi), wo sie viele Spielzeuge haben und chị Thuần sich um sie kümmert und auf sie aufpasst. Mittags essen sie nicht mit den anderen Kindern, sondern in der Küche vom Babyhaus, wo ihnen meistens bà My das Essen holt von der "Kantine".
Die HIVs
Das sind 6 lebensfrohe Kinder, denen wir bestmöglichst versuchen, Englisch beizubringen. Nicht selten opfern wir mal einen Abend um sie mit Filmen zu unterhalten. Sie wohnen abgetrennt von den anderen Waisen, da immer noch eine große Scheu gegenüber HIV besteht aufgrund mangelnder Aufklärung und Akzeptanz. Auch ist es ihnen nicht erlaubt, die Schule zu besuchen, weswegen die Lehrerin cô Tuyết sie in den wichtigsten Fächern unterrichtet. Leider werden ihnen vom Zentrum nur sehr aggressive Medikamente zur Unterdrückung der Virenzahl zur Verfügung gestellt, weswegen ihre Körper trotzdem geschwächt sind. Bis Ende letzten Jahres wurden ihnen daher Mittel zur Stärkung durch eine Stiftung bereitgestellt, doch diese Unterstützung haben die Kinder nun nicht mehr. Aus diesem Grund suchen wir nach Mitteln und Wegen, neue Unterstützung für die Kinder zu finden. Daher bitten wir alle Leser um Hilfe jeglicher Art!
Die Waisen
Von ihnen sieht man unter der Woche wenig, da sie von Montag bis Samstag Schule haben und schon sehr früh raus müssen, aber nachmittags auch erst spät zurück kommen. Sie kommen eigentlich ganz gut klar, müssen aber, wenn sie gerade nicht lernen, viel mithelfen, genau wie die HIVs.
Die geistig Kranken
Recht abgeschottet von allem haben die geistig Kranken ein eigenes Gebäude, das den Bewohnern durch Gitter nicht viel mehr Freiraum als ihren Raum, bzw, den winzigen Hof dahinter gestattet. Einige von ihnen sind aber noch fit und ungefährlich genug, um bei täglichen Arbeiten zu helfen oder dass man ihnen Ausgang auf dem ganzen Gelände des Zentrums gewährt.
Die Alten

Auch einige der Alten haben Behinderungen wie missgebildete Hände, sind Blind oder tragen einfach die Spuren der harten Arbeit, die sie in ihrem Leben verrichten mussten. Sie haben keine Familie, weswegen sie in dem Zentrum leben. Die Mehrheit besteht aus Frauen, aber sie alle haben sehr viel Humor und sind keinesfalls langweilig! Einige von ihnen gehen auch in die Physio, in der Geräte zum Trainieren sind.




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