Mein Blog ist inzwischen schon schwer verstaubt, das Leben hier natürlich nicht, es gibt genug, was einen auf Trab hält. Es gibt noch so vieles zu erzählen, aber heute möchte ich mich auf den großen Ausflug nach Hanoi beschränken.
Wie schon unsere Vorgänger haben auch wir einen Trip in die Hauptstadt Hà Nội geplant. Eher weniger aus bildungstechnischen Gründen als dem simplen Grund, einfach mal raus zu kommen und Spaß zu haben wie normale Kinder es mit ihren Eltern machen. Johannes hat die ganze Planung übernommen: einen Bus organisiert, Anrufe getätigt und die Erlaubnis eingeholt. Hierfür ein großes Lob und Dankeschön!!
Dank seiner gründlichen Vorbereitung sind wir am Sonntag gegen 7 Uhr morgens losgefahren und hatten stundenlang Spaß im Abenteuerschwimmbad des Vincom Centers. Es gab kein einziges Mal irgendwelche Zwischenfälle, sodass wir danach problemlos noch mit den Waisen und Taubstummen essen gehen konnten, bevor es wieder zurück nach Bắc Giang ging.
Auf dem Rückweg hat man gesehen, dass jeder auf seine Kosten gekommen ist: alle haben geschlafen!
Neben den Waisen und Taubstummen gibt es noch vier behinderte (von denen eines mitkommen durfte) und zwei sehr junge Waisenkinder, die im Babyhaus untergebracht sind;
sechs mit dem HI Virus infizierte Kinder, die nicht mitkamen, da sie bereits einen großen Ausflug mit einer Gruppe von französischen Freiwilligen gemacht hatten, die für ein paar Tage in Bắc Giang waren;
die Alten sind körperlich leider nicht mehr in der Lage für Ausflüge weiter als zur Küche, jedoch freuen sie sich sehr über Kleinigkeiten wie Eis, Süßigkeiten oder Tee;
und mit den geistig behinderten Erwachsenen kann man leider keine Ausflüge machen, da sie nichteinmal aus dem für sie angelegten Track herauskommen können/dürfen/sollen, was bei einigen auch wirklich besser so ist, da sie gefährlich werden können.
Der Trip war auf jeden Fall ein voller Erfolg und demnächst werden die meisten Kinder von ihren Verwandten für die Dauer der Sommerferien abgeholt.
Mit den wenigen, die dann noch hier sind, kann man dann noch gut ein paar kleine Unternehmungen machen wie z.B. Chè essen, Tretboot fahren oder skaten gehen im Park. Leider ist unsere Zeit hier auch nur noch knapp bemessen, sodass wir bereits in zehn bis elf Wochen (wir wissen den genauen Rückflug Termin noch nicht) das Land verlassen müssen.
Nicht selten werden wir gefragt, ob wir denn nochmal wieder kommen werden. Ich hoffe sehr darauf, wiederkommen zu können!










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